
Plastikverschmutzung gehört zu den größten Umweltproblemen der Ozeane. Eine umfassende Auswertung von 2.592 wissenschaftlichen Studien zeigt, wie weitreichend die Folgen inzwischen sind: Bei 88 % der untersuchten Meeresarten wurden negative Auswirkungen durch Plastik festgestellt. Betroffen sind unter anderem Fische, Seevögel, Meeresschildkröten, Wale, Muscheln, Korallen und Plankton. Tiere verschlucken Kunststoffteile, verfangen sich in Verpackungsresten oder verlorenen Fischernetzen und können dadurch verletzt, geschwächt oder getötet werden.
Besonders problematisch ist, dass Plastik im Meer kaum vollständig verschwindet. Durch Sonnenlicht, Wellen und Reibung zerfällt es vielmehr in immer kleinere Bestandteile und wird schließlich zu Mikroplastik. Diese winzigen Partikel können von zahlreichen Meeresorganismen aufgenommen werden und gelangen so in Nahrungsketten. Gleichzeitig sammelt sich Kunststoff selbst in abgelegenen Meeresregionen und in der Tiefsee an. Ohne deutlich weniger Plastikeinträge und wirksame internationale Maßnahmen dürfte die Belastung der Ozeane in den kommenden Jahrzehnten weiter zunehmen.
Quellen:
- https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/plastikmuell-wissenschaftler-warnen-vor-plastikflut-im-meer-und-fordern-globales-abkommen-a-07fc3926-1670-4387-a58a-9fe68b8167e7
- https://epic.awi.de/id/eprint/55613/
- https://zenodo.org/records/5898684
- https://www.umweltbundesamt.de/plastikabfaelle-im-meer
- https://www.umweltbundesamt.de/themen/wasser/gewaesser/meere/nutzung-belastungen/muell-im-meer
- UN-Bericht: Erde steuert auf 2,8 Grad Erwärmung zu - 21. Oktober 2026
- Plastik im Meer - 19. Oktober 2026
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