Das 9-Euro-Ticket

Beliebig viele Fahrten: Mit der neuen Monatskarte, dem 9-Euro-Ticket kann man deutschlandweit im Nahverkehr reisen.

Wann kommt das 9-Euro-Ticket? Vom 1.6.2022 bis zum 31.8.2022 gilt das Neun-Euro-Ticket. Drei Monate kann man so im ganzen Land für einen Preis von nur 9 Euro eine vergünstigte Monatskarte kaufen. Die Aktionsfahrkarte gilt für den Nahverkehr, sowie Bus und Straßenbahnen. Angesichts der hohen Energiekosten hat die Bundesregierung dieses, als Teil des Energie-Entlastungsplan, beschlossen. Das deutschlandweite Sonderticket soll vor allem Pendler entlasten und aber auch die viel zu überlasteten Straßen gerade während den Ferienzeiten.

Video: 9-Euro-Ticket: Start der Aktionsfahrkarte

Die Spritpreise sind in den letzten Monaten sehr hoch, drum ist der Umstieg auf die öffentlichen Verkehrsmittel besonders interessant und hier bietet sich dieses Ticket perfekt an. Wer also einen tollen Ausflug plant, kann da statt dem Auto lieber auf die Öffis zurückgreifen.

Dies ist auch Ziel der Regierung, so kann jeder aus schnuppern wie es ist, mit öffentlichen Verkehrsmitteln sein Ziel zu erreichen und einfach mal sein Auto stehen zu lassen.

Denn sind wir mal ehrlich, ist Bus und Bahn fahren nicht immer so günstig und wenn man schon ein Auto zuhause stehen hat oft greift man eher zur bequemeren Variante.

Auf Bus und Bahn angewiesen sein gestaltet sich gerade im ländlichen Raum oft als schwierig und vor allem unbequem.

Es ist schon ein unterschied wenn ich allein 40 Minuten brauche um zur Arbeit zu kommen statt 20, dann ist man noch auf Zeiten angewiesen. Bei den hohen Preisen für die Bahn setze ich mich lieber in mein Auto, bin flexibel und kann noch meine Musik lautstark aufdrehen.

sagte eine Arbeitskollegin im Gespräch

Durch das neue Angebot könnte sich das aber ändern. Den einen Monat überall in ganz Deutschland zu diesem Preis fahren zu können, klingt schon sehr verlockend. Da kann, gerade bei den hohen Benzinpreisen, ein Auto gar nicht mithalten.

Doch nicht nur für unseren Geldbeutel ist das ein echtes Plus, sondern auch für die Umwelt. Denn wenn wirklich mehr Leute auf die öffentlichen Verkehrsmittel umsteigen wird auch automatisch weniger CO2 ausgestoßen.

Es gibt aber auch ein paar kleine Haken so z.B ist in dem 9-Euro-Ticket die Fahrradmitnahme nicht inkludiert. Auch Hunde können nicht mit diesem Ticket reisen. Außerdem gilt der Fahrschein nicht für 1. Klasse und man kann auch keine Platz-Reservierung dazu buchen. Alle Fragen und Antworten zu dem bundesweitem 9-Euro-Ticket hat die Bahn auf ihre Webseite veröffentlicht.

Auch die Bundesregierung bietet Hilfestellung zum Angebot in Form eines FAQ: 9-Euro-Ticket ab Juni 2022.

Das 9-Euro-Ticket ist ein einmaliges und zeitlich begrenztes Sonderangebot und gilt deutschlandweit in Bussen und Bahnen im Nah- und Regionalverkehr…

bundesregierung.de

Was denkst du über das Angebot und nutzt du das 9-Euro-Ticket oder hast du vor es zu kaufen? Was sind deine Erfahrungen?

Quellen:
1) https://www.bahn.de/angebot/regio/9-euro-ticket

Ältere Videos zum Thema:

Video: Das bringt das 9-Euro-Ticket von Tagesschau

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Von Nachhaltig4future

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3 Kommentare

  1. Mit dem 9€ Ticket durch die Welt – bzw. quer durchs Land
    MEINE ERFAHRUNGEN

    Hallo hier schreibt Jakub und hier berichte ich vom Tag 1 meines Experiments mit dem 9€-Ticket.
    In ganz Deutschland kann man von 1.6. – 31.8.2022 den 9€-Monatsticket für den Nahverkehr nutzen. Bus, Bahn, Straßenbahn oder auch Fähre. Ausgewählte Verkehrsbetriebe machen mit, aber nicht alle. So ist zum Beispiel die Fähre am Bodensee nicht mit inbegriffen.

    Ich begebe mich auf Reisen – mit leichtem Gepäck meinem 2goBecher, Kamera, Smartphone und Laptop ohne Internet. Mit dem Zug möchte ich so viel wie möglich vom Land sehen, erleben und herausfinden, wie gut kann man von unterwegs arbeiten.

    Am Anfang meiner Recherche war klar, so richtig weit komme ich nicht, denn erlaubt ist nur Nahverkehr.
    Ich starte in Rottweil, einer Stadt auf der Trasse Stuttgart – Singen
    Von dieser Station aus kommt man innerhalb von 4 Stunden zum Beispiel an den Bodensee, Schwarzwald oder die Schwäbische Alb, in die größere Städte wie Stuttgart, Heilbronn, Karlsruhe, Freiburg, Konstanz und vielleicht gerade mal so nach Nürnberg.

    16 Minuten dauerte alleine der Fußweg zum Bahnhof, denn Bushaltestellen gibt es zwar, aber von einem Bus fehlte jeder Spur. Am Bahnhof angekommen schaute ich mir die Tafel an und entschied den ersten Regionalzug zu nehmen, der angeschrieben war: Gleis 3 nach Stuttgart. Okay, auf dem Bahnsteig wartete eine Handvoll Menschen auf den Zug, der nach wenigen Minuten eingerollt war – von den Menschenmassen also vorerst keine Spur.

    Im Zug konnte ich mir einen freien Platz ergattern, der Abteil war völlig leer. Maske tragen ist jedoch Pflicht.
    Für meine Arbeit folgte jetzt ein Tauglichkeit-Check. Wie gut kann man von der Bahn aus arbeiten? Es gibt eine Steckdose. Tisch für Laptop und Kaffebecher. Licht Super. Klima läuft. Als Wifi wurde ein ungesichertes Netzwerk gefunden aber auf keinem meiner Geräte verbunden. Schade und Traurig im Jahr 2022. Also zunächst offline Aufgaben abarbeiten und zwischendurch die Aussicht aus dem Fenster genießen.

    Habe ich schon erwähnt, wie schön es in Baden-Württemberg ist? Ich fahre durch die grüne Landschaften, entlang am Fluss Neckar, entlang der Fahrradwege, malerischen Dörfern und historisch geprägten Städten.

    Zurück in mein Working Space. Hin und wieder hält die Bahn an und es steigen Menschen ein und aus. Hin und wieder steht die Bahn. Hin und wieder fährt sie wieder weiter und kommt anschlißend nach 1.30 Std. Fahrt und mit ca. 10 Minuten Verspätung in Stuttgart Hauptbahnhof an. Hier steigen schon deutlich mehr Menschen aus dem Zug aus und der Bahnhof ist auch gut gefüllt.

    Die Bundeshauptstadt hat viel zu bieten – Schloßgarten, Killisbergturm, Aussichtspunkte…
    Die etwa 5 Stunden Aufenthalt habe ich genutzt um ein paar Sehenswürdigkeiten zu sehen und mich nach Nachhaltigkeits-Highlights der Stadt umzuschauen. Dazu kommt später ein Artikel raus „Nachhaltig in Stuttgart“

    Zwischen durch bin ich mit den U-Bahnen, S-Bahnen und der Zacke (Stuttgarter Zahnradbahn) gefahren.
    Zurück nach Rottweil bin ich von Bahnhof in Vaihingen mit dem IC richtung Zürich gefahren, obwohl es sich um ein Fernzug der Schweizer Bahn handelte, bildete er wohl eine Außnahme für das 9€-Ticket, da es an der Strecke in Deutschland bis zur schweizer Gränze als RE Regional Express gilt.

    Der Feierabendverkehr hat eingesetzt. Der Zug war voll und ich habe kein Sitzplatz mehr gefunden. So musste ich etwa eine Stunde stehen.

    Mein Ticket musste ich insgesammt 2 mal vorlegen. Am ende war mein Smartphone fast ohne Akku, dann hätte ich wohl Pech, denn ich habe den Ticket nur in der App der Deutschen Bahn gesichert – Papierlos. Aber was wäre wohl passiert, wenn ich es nicht vorlegen hätte können? Wer weiß…

    Ich bin wieder zuhause angekommen, mein Tag war anstrengend, aber schön und vor allem günstig. Für 9€ Euro über 200 Kilometer gefahren und der Monat hat ja gerade erst angefangen. Da kann kein Auto mithalten. Nur Schade, dass das Ticket nicht auch in Fernverkehr gilt und dass nach 3 Monaten wieder vorbei sein wird.

    Das war der Tag 1 – Fortsetzung folgt…

  2. Letzte 2 Tage musste ich auf Auto zurückgreifen. Zu einem gibt es keine Verbindung in ein Dorf, wo ich ein Termin hatte und zum Zweitem musste ich schon in sehr frühen Morgenstunden los, da gab es auch keine Verbindung und zum Drittem musste ich erst verstehen, wie die öffentliche Verkehrsmittel in unserer Stadt funktionieren, das war nämlich eine echte Herausforderung – Veraltetes Busnetzplan, Keine Fahrplan App, Verschiedene Verkehrsunternehmen, Webseite Server Error uvm.

    Morgen möchte ich nach Berlin fahren, am Pfingstsonntag. Es wird bereits gewarnt, dass die Züge voll sein könnten. Die Planmäßige Fahrt dauert mindestens 12 Stunden, wenn es zu keinen Verspätungen kommt, sonst auch länger und im Schlimmsten Falle, komme ich gar nicht mehr am selben Tag an, da die Bahn nachts nicht fährt. Ich bin gespannt.

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