Die Deutsche Umwelthilfe schlägt vor, auf Weihnachtsbeleuchtung zu verzichten.
Sitzen wir dieses Weihnachten im Dunkeln?
Nachdem die Menschen sich die letzten zwei Weihnachtsfeste aufgrund der Coronapandemie schon sehr einschränken mussten, haben sich die meisten dieses Jahr auf ein unbeschwertes Weihnachtsfest gefreut.
Um so erschütternd waren viele von den neusten Nachrichten. Denn aufgrund der aktuellen Klimakrise fordert Jürgen Resch, der Bundesgeschäftsführer der DUH (Deutsche Umwelthilfe) dieses Jahr auf die Weihnachtsbeleuchtung zu verzichten.
In diesem Winter sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, dass sowohl auf die Weihnachtsbeleuchtung in Städten, wie auch die der Häuser und Wohnungen verzichtet wird. Angesichts des Kriegs in der Ukraine, der Energieknappheit aber auch aus Gründen des Klimaschutzes sollten wir einmal innehalten.
Jürgen Resch im Interview des RND
Energiesparen steht auf dem Plan
Die Beleuchtung von Weihnachtsbäumen, Lampen, Fensterdekoration usw. verbraucht alleine nur in Privathaushalten schon über 600 Millionen Kilowattstunden, so viel wie eine Großstadt im Jahr benötigt. Hinzu kommt dann auch noch die Beleuchtung der Städte und Gemeinden. Er fordert, die Beleuchtung auf ein Minimum zu beschränken und schlägt vor, nur noch einen Weihnachtsbaum pro Gemeinde bzw. Stadt aufzustellen.
Hier bewusst zu verzichten, zu sparen und solidarisch zu sein, das könnte diese Weihnachtszeit sogar zu einer ganz besonderen machen.
Quelle: WDR
Es geht ihm auch keinesfalls darum, komplett auf alles verzichten zu müssen. Denn auch bei Herrn Resch bleibt nicht die komplette Beleuchtung aus, bei ihm wird es auch einen Adventskranz geben und einen Tannenbaum mit LED-Lichterkette, dieser wird aber nicht die ganze Zeit eingeschaltet sein, sondern nur immer kurzzeitig brennen.
Einige Städte und Gemeinden stellen den Vorschlag infrage, andere wiederum möchten den Vorschlag in die Realität umsetzen und bleiben über die Weihnachtszeit dunkel. Manche sind auch für Kompromisse bereit.
Privat hat es natürlich jeder selbst in der Hand und kann für sich entscheiden, was und wie lange man seine Weihnachtsbeleuchtung eingeschaltet lässt. Allgemein schadet es nicht, wenn wir trotzdem darauf achten weniger Strom zu verbrauchen, den dieser ist gerade nicht wirklich günstig. Wir geben dir ein paar Tipps, wie du eine tolle Weihnachtszeit genießen kannst und dabei noch Strom sparst.
Tipps für eine Adventszeit mit weniger Stromverbrauch:
- Nutze LEDs, diese verbrauchen viel weniger Strom.
- Mache dir feste Leuchtzeiten. Wenn du nicht zu Hause bist, muss ja auch kein Licht brennen (wenn möglich Zeitschaltuhren nutzen).
- Weniger ist manchmal mehr. Für eine kuschelige Atmosphäre zu Hause reicht oft, sich die schönsten Winkel im Wohnraum auszusuchen und nur dort mit Lichtern zu verzieren.
- Für die Weihnachtsbeleuchtung im Vorgarten, Garten, Balkon oder Terrasse nutze am besten Solarbetriebene Leuchten.
- Auch Kerzen sind im Advent besonders schön. Sie sorgen für romantische Stimmung und benötigen null Strom.
- Bei der Weihnachtsbäckerei: Backe ohne Vorheizen

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