Earth Overshoot Day kommt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie Erdüberlastungstag bzw. Erderschöpfungstag. Der Earth Overshoot Day ist der Tag, an dem die natürlichen Ressourcen für dieses Jahr aufgebraucht sind, welche die Erde innerhalb eines Jahres wiederherstellen kann. Ab diesem Tag leben wir dann sozusagen auf Pump und somit auf Kosten unseres Planeten und der zukünftigen Generationen. Dieser Welterschöpfungstag ist einer dieser Tage, an welchen wir wieder einmal daran erinnert werden, dass wir nur einen Planeten haben, um den wir uns dringend kümmern sollten…

Wann ist der Earth Overshoot Day?
Generell kann man es nicht vorher bestimmen, denn das Datum wird jährlich individuell für jedes Land von der Global Footprint Network neu berechnet. Grundlage dafür sind aktuelle Daten zum Ressourcenverbrauch und zur Regenerationsfähigkeit der Erde.
Für das Jahr 2026 liegt das offizielle Datum noch nicht vor. Es wird voraussichtlich – wie in den vergangenen Jahren – Ende Juli bekannt gegeben und auch in diesem Zeitraum liegen.
In Deutschland fällt der sogenannte „Country Overshoot Day“ deutlich früher: Aktuelle Berechnungen gehen davon aus, dass Deutschland seinen Anteil an erneuerbaren Ressourcen bereits Anfang Mai 2026 aufgebraucht hat. Damit gehört Deutschland weiterhin zu den Ländern mit einem besonders hohen Ressourcenverbrauch.
Zum Vergleich:
Im Jahr 2021 lag der globale Earth Overshoot Day am 29. Juli, in den letzten Jahren bewegte er sich konstant im Zeitraum zwischen Ende Juli und Anfang August.
Der Hintergrund bleibt unverändert: Der weltweite Verbrauch natürlicher Ressourcen übersteigt dauerhaft die Fähigkeit der Erde, diese innerhalb eines Jahres zu erneuern. Würden alle Menschen so leben wie in Deutschland, wären rechnerisch etwa drei Erden notwendig, um den Bedarf zu decken.
Schon nach …(wenigen)… Monaten lebt Deutschland auf Pump. Der frühe deutsche Erdüberlastungstag ist ein Alarmsignal und Armutszeugnis für die verfehlte Umwelt- und Naturschutzpolitik der vergangenen Jahre.
Olaf Bandt, Vorsitzender des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)
Zum Glück leben nicht alle, wie in Deutschland, einem hoch-industrialisiertem Land und somit fällt der internationaler Erdüberlastungstag mehrere Monate später aus. Es ist dennoch erschreckend, dass die Welt nach etwas mehr als einem halben Jahr in einer Verschuldung lebt.

Wie kannst du aktiv werden?
Das Thema Ressourcenschonung und Umweltschutz wird global immer präsenter und es wird immer wichtiger zu handeln. So kannst auch du dabei helfen, dass der Over-Shoot-Day nächstes Jahr weiter nach hinten verschoben wird: Start in ein nachhaltiges Leben
oder hier: Nachhaltiger im Alltag – 3 einfache Tipps

Quellen:
- Haarentfernung mit natürlichen Zutaten - 20. Mai 2026
- Weltbienentag: Warum Bienen für unsere Zukunft unverzichtbar sind - 20. Mai 2026
- Die besten Aktivitäten für ein schönes Familienwochenende - 18. Mai 2026
MUTTER ERDE IN NOT
Die Klimakonferenzen vergeigt,
Wärmer wird’s, der Meeresspiegel steigt.
Der Schutz von Umwelt und Klima
muss vorn steh’n auf der Agenda.
Vier kleine Gedichte zum Thema:
WACHSTUMSWAHN
Man produziert und produziert,
Plündert Ressourcen ungeniert.
Gewinnmaximierung ist Pflicht,
Die intakte Natur zählt nicht.
Börsenkurse steh’n im Fokus,
Umweltschutz in den Lokus.
Plastikflut und Wegwerftrend,
Man konsumiert permanent.
Nur unser ständiges Kaufen
Hält das System am Laufen.
Unser westlicher Lebensstil
Taugt nicht als Menschheitsziel.
Die Jagd nach ewigem Wachstum
Bringt letztlich den Planeten um.
Das oberste Gebot der Zeit
Muss heißen Nachhaltigkeit.
Statt nur nach Profit zu streben,
Im Einklang mit der Natur leben.
FÜR DEN BLAUEN PLANETEN
Der Mensch, dieses kluge Wesen
Kann im Gesicht der Erde lesen.
Er sieht die drohende Gefahr,
Spürt die Erwärmung Jahr für Jahr.
Homo sapiens muss aufwachen,
Seine Hausaufgaben machen.
Zu viele Buchen und Eichen
Mussten schon der Kohle weichen.
Retten wir den herrlichen Wald,
Bewahren die Artenvielfalt.
Kämpfen wir für Mutter Erde,
Dass sie nicht zur Wüste werde.
POEM FOR MOTHER EARTH
The earth is our mother,
We will not have another.
There’s no better place to find
For animals, plants, mankind.
Green woods, beautiful lakes,
Nature has got, what it takes.
We have to keep clean the air,
As environment everywere.
Put an end to coal mining,
Nuclear power and fracking.
Climate concerns all nations,
Just as plastic in the oceans.
For good living day and night
Must change darkness and light.
Our planet, so wonderful blue,
We will always protect, we do!
WENIGER IST MEHR
Gegen den ewigen Wachstumswahn
Muss nachhaltiges Wirtschaften her;
Gegen den Autowahn Bus und Bahn,
Auch im Verkehr ist weniger mehr.
Uaubsreisen etwas einschränken,
Beim Essen ans Maßhalten denken;
Statt Hühnerbrust fleischlose Lust.
Beim Heizen mit den Graden geizen.
Teilen, Second Hand der neue Trend,
Smartphone Dauerkauf keine Option.
Bei allem etwas Enthaltsamkeit,
Nehmen wir uns die Freiheit.😉
Rainer Kirmse , Altenburg
Herzliche Grüße aus Thüringen
Wow! Vielen Dank fürs Teilen! Es sind sehr schöne Gedichte mit Tiefe!
Herzliche Grüße aus Baden-Württemberg 😉
Hallo, (eventuell wäre das auch einen extra Blogeintrag wert?):
2023 finden zwei wesentliche Konferenzen zur Postwachstumsökonomie statt.
Diese Veranstaltungen bringen Aktivist*Innen und Zivilgesellschaft mit Wissenschaftler*Innen und Politiker*Innen zusammen:
Beyond Growth in Brüssel 15.-17.5.
https://www.beyond-growth-2023.eu/
Themen:
– Grenzen des Wachstums, vom BIP-Wachstum zum sozialen Wohlstand
– Grenzen des Ressourcenverbrauchs
– Aufbau eines makroökonomischen Steuerungsrahmens
– Macht wirtschaftlicher Modelle
– Wachstumsnarrativen entgegentreten
– Klimaneutralität
– Vom Wohlfahrtsstaat zum sozial-ökologischen Staat
– Besteuerung als Instrument ökologischer und sozialer Gerechtigkeit
– Care Economy
– 4-Tage-Woche
– verträgliche Energiewirtschaft
– „Blue Doughnut“
– Biodiversität
– Zyklozän
– feministische Finanzpolitik
9. internationale Degrowth-Konferenz in Zagreb 29.8. bis 2.9. https://odrast.hr/
Themen:
– emanzipatorischer Internationalismus
– Resilienzaufbau durch Degrowth
– Feministische, dekoloniale, antirassistische und antiableistische Ökologien
– Hegemoniale Weltbilder und Degrowth-Horizont
– Künstlerische Ökologien und ökosoziale Praktiken
– Kommunizieren von Degrowth innerhalb eines konsumorientierten gesunden Menschenverstandes
– Technologie und Wissenschaft für Degrowth
– Klima(un)gerechtigkeit
– Transformationale Klimapolitik
– Alternative Ökonomien
Der Earth Overshoot Day markiert den Tag im Jahr, an dem die Menschheit mehr natürliche Ressourcen verbraucht hat, als die Erde innerhalb eines Jahres regenerieren kann. Ab diesem Datum leben wir ökologisch „auf Pump“ und verbrauchen Ressourcen, die eigentlich zukünftigen Generationen zustehen würden.
Dieser Tag wird jährlich vom Global Footprint Network berechnet und rückt seit den 1970er Jahren immer weiter nach vorne im Kalender. In den letzten Jahren fiel er meist in den Juli oder August, was bedeutet, dass wir global etwa 1,7 Erden bräuchten, um unseren Ressourcenverbrauch nachhaltig zu decken.
Der Earth Overshoot Day variiert stark zwischen verschiedenen Ländern – Industrienationen erreichen ihren „nationalen Overshoot Day“ oft bereits in den ersten Monaten des Jahres. Diese Unterschiede verdeutlichen die ungleiche Verteilung des Ressourcenverbrauchs. Der Aktionstag soll zum Umdenken anregen und zeigt, wie dringend eine Transformation zu nachhaltigeren Wirtschafts- und Lebensweisen ist, um das Datum wieder in Richtung Jahresende zu verschieben.