Wasser sparen im Alltag

Wasser sparen im Alltag

Wie kann man Wasser sparen im Alltag und warum ist Wasser sparen so wichtig? Wasser gehört zu den wichtigsten Lieferketten überhaupt. Das Wasser ist ein wertvolles Gut, welches wir zum Leben brauchen. Nicht nur für uns ist Wasser essenziell wichtig, sondern auch für die Natur, Tiere und Umwelt – deshalb sollten wir es nicht verschwenden. Im Haushalt benötigen wir täglich eine große Menge Wasser, aber wenn man umweltbewusster leben will, kann man mit ein paar Tipps monatlich einige Liter der kostbaren Ressource und dabei sogar noch etwas Geld sparen.

Ohne Wasser können wir nicht lange überleben

Während wir mehrere Tage ohne Nahrung auskommen dehydriert der Körper ohne Flüssigkeitszufuhr sehr schnell. Unser Körper besteht zu 70 % aus Wasser. (Quelle: Wissen.de)

Obwohl wir ohne Wasser nicht lange überleben können herrscht in vielen Orten der Welt Wasserknappheit. Bis 2030 will die UN im Rahmen ihrer Ziele für nachhaltige Entwicklung erreichen, dass jeder Mensch Zugang zu sauberem Trinkwasser erhält.

Rund 2,2 Milliarden Menschen weltweit haben keinen regelmäßigen Zugang zu sauberem Wasser. (Quelle: Unicef) Dies begünstigt auch die Ausbreitung von Krankheiten. Denn nicht nur um unseren Durst zu löschen ist Wasser essenziell wichtig, sondern auch für den täglichen Gebrauch wie z.B. für die Körperpflege, Zubereitung von Speisen sowie Haushaltshygiene (Wäsche, Geschirr und Wohnung).

Durch den Klimawandel verschärft sich die Wasserknappheit weiter.

Der Klimawandel ist keine ferne Zukunft mehr, seine Auswirkungen sind bereits heute vielerorts spürbar. Die Sommer werden trockener, die Winter feuchter und milder. Zunehmende Extremwetterereignisse wie Hochwasser und Hitzewellen stellen die Wasserversorgung vor große Herausforderungen.

Zitat von dvgw.de

Unser Trinkwasser

Das Wasser, dass aus unseren Leitungen kommt, muss Trinkwasserqualität haben. Dies heißt, es muss rein und genusstauglich sein und darf weder Krankheitserreger noch andere Stoffe in Konzentrationen enthalten, die gesundheitsschädigend sein können. Dies wird in der Trinkwasserverordnung festgelegt und von den Gesundheitsamt überwacht. Regelmäßig werden Proben genommen und das Wasser durch Probennehmer kontrolliert.  

Oft machen wir uns beim Öffnen des Wasserhahns keine Gedanken darüber, woher unser Wasser eigentlich kommt. Woher dein Wasser kommt, wie es aufbereitet wurde und wie es zu deinem Hahn kommt, kannst du bei deinem Wasserversorger erfragen.

Neben den öffentlichen Wasserversorger gibt es gerade im ländlichen Raum auch etwa 180.000 Eigenwasserversorgungen. Diesen ist es meistens nicht möglich an die öffentliche Wasserversorgung anzuschließen, deshalb haben sie eine eigene Quelle oder Brunnen.

Die Wasserversorgung endet am Hauseingang, bis dahin muss das Wasser in einwandfreien Zustand geliefert werden. Alles danach ist Sache der Hausinstallation und des Inhabers.

In Deutschland verbrauchen wir etwa 129 Liter pro Person täglich (Quelle: Statista)

Jeweils eine große Menge des im Haushalt verwendeten Wassers nutzen wir für die Körperpflege (persönliche Hygiene). Genauso auch für die Reinigung des Haushalts (Wäsche, Geschirr, Wohnung aber auch die Reinigung des Autos).

Für die Speisen Zubereitung und zum Trinken werden täglich nur etwa 5 Liter verbraucht.

Dazu kommt noch der Wasserverbrauch, den wir gar nicht sehen; Denn für Produkte die wir kaufen wird für die Herstellung oft viel Wasser benötigt. 

1 kg Rindfleisch benötigt etwa 15.000 Liter Wasser
Für ein Kleidungsstück aus Baumwolle etwa 8.000 Liter (Quelle: WWF)

Wir können weniger Kleidung kaufen, auf Fleisch verzichten aber nicht alles lässt sich vermeiden oder können wir selbst beeinflussen.

Gründe fürs Wasser sparen

Ein Großteil unseren Planeten ist mit Wasser bedeckt, aber nur 2,5 % des vorhandenen Wassers auf der Erde ist Süßwasser. (Quelle: Quarks)

Bisher haben wir in Deutschland noch das Glück, ausreichend Wasser zur Verfügung zu haben. Selbst im Sommer, bei längerer Trockenheit. Doch damit dass auch so bleibt sollten wir sorgsam mit dieser Ressource umzugehen. Eines der Gründe Wasser zu sparen.

Damit sparst du natürlich auch Energiekosten und schonst dabei nicht nur das Klima, die Umwelt sondern schonst damit dazu noch deinen Geldbeutel. Somit erschreckst du dich nicht bei deiner nächsten Wasserrechnung und senkst deine Kosten.

So kannst du Wasser sparen:

  • Beim Händewaschen während des einseifen das Wasser ausstellen
  • Duschen statt baden, für zwischendurch reicht auch mal mit Waschlappen und Seife sich zu waschen
  • Spar-Duschkopf verwenden, Durchflussbegrenzer einbauen
  • Dichtungen überprüfen
  • Sparspültaste bei der Toilettenspülung verwenden
  • Beim Zähneputzen einen Zahnbecher benutzen
  • Wäsche und Geschirrspüler auf Ökoprogramm laufen lassen, dies in der Regel voll beladen
  • Nur so viel Wasser aufkochen, wie viel man auch braucht
  • Trinken aus dem Wasserhahn statt aus den Mehrwegflaschen
  • Beim abspülen mit der Hand, Geschirr nicht unter laufenden Wasser abspülen
  • Regenwasser sammeln um den Garten zu bewässern
  • Warmes Wasser nur dann benutzen wenn man es wirklich braucht, wenn es geht lieber kaltes
  • Bewusste Konsumverhalten: weniger Kleidung kaufen, auf (Rind)-Fleisch verzichten, Obst-/Gemüsesorten mit hohem Wasserverbrauch meiden oder reduzieren

Hygiene

Wie oben schon geschrieben wird der größte Teil des Wassers im Haushalt für die Körperhygiene genutzt. Und natürlich muss bzw. sollte man darauf auf keinen Fall verzichten. Aber da dies unseren größten Teil der Wasserverwendung entspricht, kannst du hier mit ein paar einfachen Tricks eine riesen Menge Wasser einsparen.

Händewaschen

Einer der wichtigsten Hygienemaßnahmen ist das Händewaschen, denn mit unseren Händen fassen wir den ganzen Tag über die verschiedensten Sachen an, um da keine Krankheitserreger zu verschleppen ist regelmäßiges Händewaschen notwendig.

Dreißig Sekunden benötigt sorgfältiges Waschen der Hände. Da läuft währenddessen ein Haufen Wasser durch unseren Hahn.

Stelle das Wasser während du deine Hände einseifst ab!

Feuchte deine Hände zuerst kurz an und stelle das Wasser sofort wieder ab. Gib dann eine gute Menge Seife in deine Hand und benetze sorgfältig alle Stellen. Erst wenn deine Hände fertig eingeseift sind, stellst du den Wasserhahn wieder ein und spülst die Seife gründlich wieder ab. Dazu muss der Strahl auch nicht allzu stark sein. Zum Händewaschen nütze es auch wenn man kaltes statt warmes nimmt, dazu muss das Wasser nicht erwärmt werden und es ist sogar besser für unsere Haut.

Ein weiterer Trick ist einen Wassermengenregler anstelle des herkömmlichen Perlators einzusetzen. Dieser sorgt dafür, dass automatisch weniger Wasser aus dem Hahn strömen kann. Dies hilft mehrere Liter Wasser einzusparen.

Duschen statt Baden

Baden ist Wellness und somit natürlich auch purer Luxus, denn für ein Vollbad werden rund 150 Liter Wasser benötigt. Duschen ist da die bessere Alternative, denn pro Minute werden lange nicht so viel Wasser verbraucht wie beim Baden, denn man muss dabei ja keine Wanne füllen. Bei 5 minütigen Duschen werden ca. 75 Liter verbraucht. Auch hier ist es wichtig beim Einschäumen und Shampoonieren solltest du das Wasser kurz abstellen.

Es kommt bei der Dusche auch auf die Größe des Duschkopfs an. Regenduschen haben einen großen Duschkopf und verbrauchen automatisch mehr. Ein kleiner Duschkopf, am besten auch hier mit einem eingebauten Wassermengen-Strahlregler sorgt hier für viel Ersparnis. Dieser Durchflussbegrenzer hilft dir bei den Mengen extrem Wasser sparen und schon somit auch deinen Geldbeutel.

Viele Menschen verbinden das Wort Hygiene mit Sauberkeit. Hygiene kommt aus dem griechischen und bedeutet so viel wie die Maßnahmen zur Gesund-Erhaltung. Sauberkeit muss nicht immer hygienisch sein. Denn ein zu häufiges Duschen oder Waschen kann sich z.B. schlecht auf unsere Haut auswirken und sogar unsere Hautbarriere zerstören. Um Krankheiten zu vermeiden reicht es auch schon aus jeden 2ten oder 3ten Tag zu duschen (kommt natürlich auch auf die Begebenheiten an z.B. sportliche Tätigkeiten, schmutzige Arbeiten oder aber auch starkes schwitzen). Manchmal reicht es aber auch nur, wenn man sich zwischendurch mit einem Waschlappen und etwas Seife unter den Achseln und dem Intimbereich wäscht.

Dichtungen überprüfen

Tropft der Wasserhahn, dabei werden über den Tag verteilt eine Menge an Wasser unnötig verbraucht. Deswegen schaue darauf dass Lecks beseitigt werden und Dichtungen abgedichtet sind.

Sparspültaste bei der Toilettenspülung verwenden

Viel Trinken ist wichtig, dies wiederum bedeutet auch wir müssen häufiger auf die Toilette. Dabei ist es nicht immer das „Große Geschäft“ das wir verrichten. Bei einem bisschen „Pipi“ die volle Ladung Wasser zu spülen ist also total übertrieben. Pro Spülgang sind es in etwa 7 Liter die dabei den Abfluss runter gespült werden. Früher gab es nur einen Spülknopf, heutzutage sind die Spülungen hauptsächlich mit zwei Knöpfen ausgestattet, einen großen und einen kleinen. Mit dieser kleine Spülspartaste kann die Menge reduziert werden.

Beim Zähneputzen einen Zahnbecher benutzen

Beim Zähneputzen geht auch viel Wasser flöten, denn dabei lassen wir oft das Wasser laufen. Zum Anfeuchten der Bürste, den Mund ausspülen und schließlich noch am Schluss die Bürste zu reinigen. Fülle dir dafür am besten in einen Zahnbecher etwas Wasser, dieses kannst du dann für alle diese Dinge benutzen.

Auf die selbe Art bietet es sich auch zum Beispiel beim Waschen von Obst und Gemüse an, gebe dafür einfach etwas Wasser in eine Schüssel.

Waschen in der Waschmaschine

Unsere Wäsche von Hand zu waschen kommt heutzutage nur noch bei den Kleidungsstücken vor, die nicht in die Maschine dürfen. Auf die Menge gesehen ist das Waschen der Wäsche in der Maschine auch Wassertechnisch sparsamer als alles mit den Händen zu waschen. Worauf du aber achten solltest ist, dass die Waschmaschine nicht nur mit wenig Teilen beladen ist. Denn bei eine Vollbeladenen Maschine verteilt sich die Wassermenge auch auf die Kleidungstücke. Die richtigen Einstellung können ebenfalls dabei helfen Wasser einzusparen. Eco- oder Schnellwaschprogramme sind da ganz nützlich. Neuere Geräte mit besseren Effizienzklassen sorgen ebenfalls für Wasserersparnis.

Geschirrspülen

Essen ist ja lecker, danach geht es aber erst mal ans Abspülen von unserem Geschirr. Für die meisten eine lästige Sache, die durch Geschirrspüler abgenommen werden kann. Dabei ist das Gleiche wie auch bei der Waschmaschine zu beachten. Vollbeladen und mit Sparprogramm eingestellt, verbraucht diese viel weniger als das Spülen mit der Hand.

Entsorge zu allen erst die, am Teller haftende Essenreste. Sind diese im Müll müssen die Teller auch nicht vorgespült werden.

Wenn du von Hand spülst, achte auf die richtige Reihenfolge beim Spülen. Zu erst kommen die kleinen und saubersten Dinge wie Gläser, Becher und Tassen gefolgt von Tellern, Besteck, dann Schüsseln oder Backutensilien und am Schluss Töpfe, Pfannen und Backbleche. Sortier dies vor solange du etwas Wasser ins Spülbecken gibst. Spüle die Dinge dann in dieser Reihenfolge. Das Wasser muss nur dann gewechselt werden wenn es nicht mehr schaumig ist und verdreckt. Unter fließenden Wasser abzuspülen sollte vermieden werden, auch da bietet es sich eher an, das Geschirr in einem Becken mit etwas frische Wasser zu geben.

Nur so viel Wasser aufkochen, wie viel man auch braucht

Du möchtest dir einen leckeren Tee machen oder etwas anderes zubereiten, entnehme auch nur so viel Wasser wie du auch brauchst. Es erhitzt dadurch schneller und verbraucht somit nicht unnötig an Energie und Wasser.

Trinken aus dem Wasserhahn statt aus den Mehrwegflaschen

Unser Wasser aus der Leitung entspricht der Trinkwasserqualität, also der ideale Durstlöscher. Viele halten das Leitungswasser für ungesünder als die gekauften Mineralwasser, doch das stimmt nicht, denn auch unsere Leitungswasser enthält Vitamine und Mineralstoffe. Mit einem unterschied es spart sehr viel CO2 und Wasser ein. Die Herstellung des Wassers, die Befüllung in Flaschen, den Transport und die Verpackung benötigen viele Ressourcen und verursachen einen hohen CO2. Ebenfalls wird für die Herstellung und Reinigung der Mehrwegflaschen sehr viel Wasser benötigt.

Regenwasser sammeln um den Garten zu bewässern

Regenwasser gesammelt eignet sich super um unseren Garten zu bewässern. Denn dieses Wasser muss nicht zuvor erst Aufbereitet werden und spart so noch zusätzlich Energie wie Strom oder Gas ein.

Tipp: Mähe deinen Rasen nicht zu schnell, denn durch etwas höheres Gras schützt du deinen Boden mehr vor dem Austrocknen an heißen Sommertagen.

Wasser sparen im Urlaub

Auch unterwegs ist es wichtig mir dem verfügbaren Wasserquellen schonend umzugehen.

  • Vermeide Urlaub in Orten mit Wasserknappheit
  • Muss man ein Hotel / eine Anlage mit Pool buchen wenn in der nähe ein Strand zur verfügung steht?
  • Luxusaktivitäten wie Golf vermeiden, die Felder müssen bewässert werden
  • Wasser-Freizeitparks meiden
  • Bettwäsche und Handtücher können auch mehrmals benutzt werden

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Von Nachhaltig4future

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