Die Einschulung ist ein besonderer Meilenstein. Für Kinder beginnt ein neuer Lebensabschnitt, für Eltern stehen plötzlich Schulranzen, Hefte, Stifte, Schultüte und die Einschulungsfeier auf der Einkaufsliste. Gerade rund um den Schulanfang werden deshalb viele Dinge neu angeschafft.
Dabei bietet die Einschulung eine gute Gelegenheit, von Anfang an nachhaltige Gewohnheiten in den Schulalltag zu integrieren. Das bedeutet nicht, dass jedes Schulmaterial durch ein vermeintliches „Öko-Produkt“ ersetzt werden muss. Oft ist die nachhaltigste Lösung viel einfacher: Vorhandenes weiterverwenden, Dinge gebraucht kaufen, nur wirklich benötigte Materialien anschaffen und auf langlebige sowie nachfüllbare Produkte achten.
So wird aus einer nachhaltigen Einschulung mehr als nur ein umweltfreundlicher erster Schultag. Sie kann der Anfang eines bewussteren Schulalltags werden.
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Themenüberblick:
- Nachhaltiger Schulanfang: Nicht alles muss neu sein
- Der richtige Schulranzen: Nachhaltig, sicher und bequem
- Die nachhaltige Schultüte
- Nachhaltige Schulmaterialien auswählen
- Brotdose und Trinkflasche für den Schulalltag
- Nachhaltiges Pausenbrot
- Die Einschulungsfeier nachhaltig gestalten
- Nachhaltig zur Schule: Zu Fuß, mit dem Rad oder Bus und Bahn
- Papier sparen, ohne alles zwanghaft zu digitalisieren
- Nachhaltigkeit gemeinsam mit Kindern entdecken
- Nachhaltigkeit im Schulalltag weiterführen
- Checkliste: Was kann jeder tun um nachhaltiger in der Schule zu sein

Nachhaltiger Schulanfang: Nicht alles muss neu sein
Neue Schule, neuer Schulranzen, neues Mäppchen, neue Stifte und am besten gleich die komplette Ausstattung passend dazu? Gerade zur Einschulung entsteht schnell das Gefühl, alles müsse neu gekauft werden.
Aus Nachhaltigkeitssicht lohnt es sich jedoch, zunächst zu schauen, was bereits vorhanden ist. Vielleicht gibt es noch Buntstifte, eine Schere, ein Lineal oder einen Sportbeutel aus der Kindergartenzeit. Auch ältere Geschwister, Freunde oder Familienmitglieder haben häufig gut erhaltene Schulsachen, die weitergegeben werden können.
Das spart nicht nur Ressourcen, sondern häufig auch eine Menge Geld.
Als einfache Orientierung gilt deshalb:
Weiterverwenden ist besser als neu kaufen. Gebraucht kaufen ist oft besser als neu kaufen. Und wenn etwas neu benötigt wird, sollte es möglichst langlebig, reparierbar oder nachfüllbar sein.
Damit lässt sich bereits ein großer Teil der Schulausstattung nachhaltiger gestalten.

Der richtige Schulranzen: Nachhaltig, sicher und bequem
Der Schulranzen gehört zu den größten Anschaffungen zur Einschulung. Gleichzeitig muss er nicht automatisch fabrikneu sein.
Gut erhaltene Schulranzen findest du beispielsweise bei Freunden und Familienmitgliedern, auf Flohmärkten oder auf Secondhand-Plattformen wie Kleinanzeigen und Vinted.
Ein gebrauchter Schulranzen kann aus ökologischer Sicht eine sehr gute Wahl sein, sofern er noch in einem guten Zustand ist. Besonders wichtig sind dabei funktionierende Verschlüsse, intakte Gurte und Polsterungen sowie eine gute Sichtbarkeit im Straßenverkehr.
Vor allem aber muss der Ranzen zum Kind passen. Nachhaltigkeit sollte deshalb nicht auf Kosten von Ergonomie oder Sicherheit gehen.
Kinder wachsen schnell und Geschmäcker ändern sich ebenfalls. Ein sehr spezielles Motiv, das in der ersten Klasse noch heiß geliebt wird, kann wenige Jahre später schon völlig uninteressant sein. Ein zeitloseres Design kann deshalb dazu beitragen, dass ein Ranzen länger genutzt oder später leichter weitergegeben wird.
Nachhaltige Schulranzen neu kaufen
Ist kein geeigneter gebrauchter Schulranzen verfügbar, gibt es inzwischen auch Hersteller, die bei ihren Modellen beispielsweise Recyclingmaterialien, langlebige Konstruktionen oder andere Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigen.
Hier stellen wir dir noch ein paar Schulranzen vor, die nachhaltig hergestellt wurden:
Schulranzen von Superranzen
Nachhaltige Öko Schulranzen.
Schulranzen von Cocoazoo
Hergestellt aus Plastik aus den Meeren.
Schulranzen von Ergobag
Hergestellt aus recycelten Materialien (Gewinner des Deutscher Nachhaltigkeitspreis 2016)
Schulranzen mieten statt kaufen
Eine weitere Möglichkeit ist es, einen Schulranzen nicht dauerhaft zu kaufen, sondern zu mieten. Damit können Produkte länger im Kreislauf gehalten und nach der Nutzung weitergegeben werden.
Schultaschenvermietung von Superranzen
Einfach mieten statt kaufen. „Rent-a-Ranzen“ ist die erste Schultaschen Vermietung.
Gutschein RENT-A-RANZEN (CIRCULAR ECONOMY)
Die nachhaltige Schultüte
Für viele Kinder ist sie mindestens genauso wichtig wie der erste Schulranzen: die Schultüte.
Auch hier muss es nicht die fertig dekorierte Variante aus dem Geschäft sein. Eine selbst gebastelte Schultüte lässt sich aus Recyclingpappe, vorhandenen Kartons, Geschenkpapier, Stoffresten oder anderen Bastelmaterialien herstellen, die ohnehin zu Hause vorhanden sind.
Besonders schön ist eine Schultüte, die gemeinsam gestaltet wird. Dadurch entsteht ein persönliches Erinnerungsstück, das nach der Einschulung vielleicht sogar aufgehoben oder weiterverwendet werden kann.
Auch eine Schultüte aus Stoff kann später beispielsweise als Aufbewahrung genutzt werden.
Was kommt in eine nachhaltige Schultüte?
Eine nachhaltige Schultüte muss nicht bis oben hin mit Spielzeug und Süßigkeiten gefüllt sein. Gerade viele kleine Plastikartikel werden oft nur kurz benutzt und verschwinden anschließend in einer Schublade.
Sinnvoller sind Dinge, die das Kind tatsächlich gebrauchen kann oder die lange Freude bereiten. Das können beispielsweise erste Schulmaterialien, Bücher, kleine Spiele oder gemeinsame Erlebnisse sein.
Natürlich dürfen auch Süßigkeiten in die Schultüte. Schließlich soll die Einschulung ein Fest bleiben. Statt vieler einzeln verpackter Kleinigkeiten kann jedoch eine bewusst zusammengestellte Mischung sinnvoller sein. Auch Trockenfrüchte, Nüsse – sofern keine Allergien dagegen sprechen – oder selbstgemachte Snacks können die Schultüte ergänzen.
Noch mehr Inspiration findest du in unserem Beitrag mit 10 nachhaltigen Geschenkideen für die Schultüte.
Nachhaltige Schulmaterialien auswählen
Hefte, Blöcke, Stifte, Radiergummis, Klebstoff, Lineal, Spitzer und Mappen: Die Liste der benötigten Schulmaterialien kann gerade zur Einschulung ziemlich lang werden.
Am besten kaufst du nicht sofort alles auf Vorrat. Viele Schulen geben eine konkrete Materialliste aus. Wer diese zunächst abwartet, verhindert unnötige Käufe und hat später weniger ungenutzte Dinge herumliegen.
Auch ein fertig gefülltes Federmäppchen ist nicht immer die beste Lösung. Häufig befinden sich darin Materialien, die ein Kind in der ersten Klasse noch gar nicht benötigt. Ein vorhandenes Mäppchen selbst mit den tatsächlich benötigten Dingen zu bestücken, kann deshalb nachhaltiger und günstiger sein.
Hefte und Blöcke aus Recyclingpapier
Bei Schulheften gehört Recyclingpapier zu den einfachsten Möglichkeiten, Ressourcen zu sparen.
Eine gute Orientierung bietet der Blaue Engel. Recyclingpapier mit diesem Umweltzeichen besteht aus 100 Prozent Altpapier. Im Vergleich zu Papier aus Frischfasern können bei der Herstellung erhebliche Mengen Wasser und Energie eingespart werden.
Recyclingpapier gibt es längst nicht mehr nur in grauer oder rauer Qualität. Moderne Recyclinghefte unterscheiden sich beim Schreiben im Alltag kaum von anderen Schulheften.
Neben Heften und Schreibblöcken gibt es auch Zeichenpapier, Karteikarten, Ordner, Mappen und weitere Schulmaterialien aus Recyclingpapier.
Stifte möglichst lange verwenden und nachfüllen
Auch bei Stiften gilt: Ein vorhandener Stift ist zunächst einmal nachhaltiger als ein neu gekaufter.
Deshalb sollten Buntstifte, Bleistifte, Füller und Marker möglichst vollständig verwendet werden. Bei neuen Schreibgeräten können nachfüllbare Systeme sinnvoll sein, weil nicht jedes Mal der gesamte Stift entsorgt werden muss.
Bei Holzstiften können unlackierte Varianten eine gute Wahl sein. Duftende Radiergummis, Stifte oder andere stark parfümierte Schulprodukte sind dagegen meist nicht notwendig.
Entscheidend ist weniger, ob auf einem Produkt groß „Natur“, „Holz“ oder „Bambus“ steht. Wichtiger ist, wie lange es tatsächlich genutzt werden kann.
Lineal, Spitzer und Schere müssen nicht jedes Jahr neu sein
Ein gutes Lineal oder eine stabile Schere können ein Kind viele Jahre begleiten.
Auch hier lohnt sich deshalb Qualität mehr als der regelmäßige Neukauf. Produkte aus langlebigen Materialien können sinnvoll sein, solange sie tatsächlich über einen längeren Zeitraum verwendet werden.
Vorhandene Kunststofflineale oder andere funktionierende Schulsachen solltest du nicht wegwerfen, nur um sie durch vermeintlich nachhaltigere Materialien zu ersetzen.
Aufbrauchen und weiterverwenden ist fast immer die bessere Lösung.
Lösungsmittelfreien Klebstoff wählen
Für normale Bastelarbeiten in der Schule reicht meist ein lösungsmittelfreier Klebstoff vollkommen aus.
Ein Blick auf die Verpackung hilft bei der Auswahl. Gleichzeitig gilt auch hier: Klebstoff nur in der Menge kaufen, die tatsächlich benötigt wird. Eingetrocknete Klebestifte im Vorratsschrank helfen weder dem Geldbeutel noch der Umwelt.
Brotdose und Trinkflasche für den Schulalltag
Nachhaltigkeit hört nicht bei Schulranzen und Heften auf. Gerade beim täglichen Pausenbrot lässt sich über viele Schuljahre hinweg jede Menge Verpackungsmüll vermeiden.
Eine wiederverwendbare Brotdose ersetzt Butterbrotpapier, Alufolie und Einwegbeutel. Dazu kommt eine wiederbefüllbare Trinkflasche.
Besonders langlebig sind beispielsweise Trinkflaschen aus Edelstahl. Aber auch hier gilt: Wenn bereits eine funktionierende Trinkflasche vorhanden ist, muss diese nicht allein aus Nachhaltigkeitsgründen ersetzt werden.
Leitungswasser ist für den Schulalltag in Deutschland normalerweise ein unkomplizierter Durstlöscher. Es benötigt keine zusätzliche Verpackung und muss nicht in Flaschen transportiert werden.
Nachhaltiges Pausenbrot
Auch der Inhalt der Brotdose kann etwas nachhaltiger gestaltet werden.
Saisonales Obst und Gemüse aus der Region ist eine gute Grundlage. Dazu können Brot, Vollkornprodukte und überwiegend pflanzliche Aufstriche oder andere sättigende Lebensmittel kommen.
Es geht dabei nicht darum, das perfekte klimafreundliche Pausenbrot zusammenzustellen. Viel wichtiger ist, dass das Kind das Essen gerne mitnimmt und tatsächlich aufisst.
Denn auch Lebensmittelverschwendung belastet die Umwelt.
Bleibt regelmäßig viel Essen übrig, lohnt es sich, gemeinsam die Portionsgröße anzupassen. Nicht gegessene Lebensmittel können – sofern sie noch einwandfrei sind – wieder mit nach Hause genommen und später gegessen werden.
Die Einschulungsfeier nachhaltig gestalten
Nach dem offiziellen Teil gehört für viele Familien eine gemeinsame Einschulungsfeier dazu.
Auch hier muss Nachhaltigkeit keine komplizierte Angelegenheit sein. Im Gegenteil: Oft ist weniger tatsächlich mehr.
Mehrweg statt Einweg
Statt Einwegteller, Plastikbesteck oder Einwegbecher zu kaufen, kannst du einfach das Geschirr verwenden, das bereits zu Hause vorhanden ist.
Reicht es für eine größere Feier nicht aus, kann zusätzliches Geschirr von Familie, Freunden oder Nachbarn ausgeliehen werden. Auch Stoffservietten lassen sich waschen und bei vielen weiteren Feiern wiederverwenden.
Dabei ist nicht nur Einwegplastik problematisch. Auch Einwegteller aus Papier, Holz oder anderen Materialien benötigen Rohstoffe und werden häufig nur wenige Minuten verwendet.
Mehrweg ist deshalb meistens die bessere Lösung.
Dekoration aus Dingen, die bereits vorhanden sind
Für eine schöne Einschulungsfeier braucht es keine komplett neue Partydekoration.
Papiergirlanden lassen sich selbst basteln, Stoffbänder können mehrfach verwendet werden und Blumen oder Zweige aus dem eigenen Garten bringen schnell etwas Farbe auf den Tisch.
Auch Dekoration von vergangenen Geburtstagen oder Familienfeiern kann erneut verwendet werden.
Der nachhaltigste Dekoartikel ist häufig derjenige, den du nicht extra neu kaufen musst.
Saisonales und regionales Essen
Die Einschulung fällt in vielen Bundesländern in den Spätsommer. Genau dann gibt es eine große Auswahl an regionalem Obst und Gemüse.
Saisonale Lebensmittel aus der Region können kurze Transportwege ermöglichen und kommen häufig mit weniger Verpackung aus. Selbstgemachte Kuchen, Salate oder kleine Snacks reduzieren außerdem Verpackungsmüll und lassen sich gut an die Anzahl der Gäste anpassen.
Auch bei der Feier gilt: lieber etwas realistischer planen, statt am Ende große Mengen Essen wegwerfen zu müssen.
Nachhaltig zur Schule: Zu Fuß, mit dem Rad oder Bus und Bahn
Der tägliche Schulweg gehört zu den größten Routinen, die mit der Einschulung beginnen.
Ist der Weg sicher und nicht zu weit, kann das Kind zu Fuß zur Schule gehen. Neben dem Klimaschutz bringt das zusätzliche Bewegung und hilft Kindern dabei, ihre Umgebung selbstständiger kennenzulernen.
Allerdings steht die Sicherheit immer an erster Stelle.
Der kürzeste Schulweg ist nicht automatisch der beste. Eltern sollten den Weg vor Schulbeginn gemeinsam mit ihrem Kind ablaufen und dabei auf sichere Straßenübergänge, Ampeln und mögliche Gefahrenstellen achten.
Eine schöne Möglichkeit sind außerdem Laufgemeinschaften. Mehrere Kinder aus einer Nachbarschaft können gemeinsam zur Schule gehen und sich unterwegs an festen Treffpunkten anschließen.
Bei größeren Entfernungen können Bus und Bahn eine Alternative zum täglichen Elterntaxi sein.
Das Fahrrad kommt je nach Alter, Strecke und Verkehrssituation ebenfalls infrage. Gerade bei jüngeren Grundschulkindern sollte jedoch genau geprüft werden, ob der Schulweg dafür bereits geeignet ist.
Papier sparen, ohne alles zwanghaft zu digitalisieren
Papier gehört zur Schule und wird sich dort auch in Zukunft nicht vollständig vermeiden lassen.
Trotzdem kann bewusster damit umgegangen werden. Blätter können auf Vorder- und Rückseite genutzt werden, Fehldrucke eignen sich häufig noch als Schmierpapier und Ausdrucke sollten nur dann erfolgen, wenn sie wirklich benötigt werden.
Digital ist dabei nicht automatisch nachhaltiger. Auch Computer, Tablets, Server und Cloud-Dienste benötigen Energie und Ressourcen.
Deshalb ist eine einfache Regel sinnvoller als „digital statt Papier“:
Nur so viele Ressourcen nutzen, wie tatsächlich notwendig sind.
Nachhaltigkeit gemeinsam mit Kindern entdecken
Die Einschulung ist ein schöner Zeitpunkt, um Nachhaltigkeit stärker in den Familienalltag zu integrieren. Dabei sollte es jedoch nicht darum gehen, Kindern möglichst viele Verbote und Regeln mit auf den Weg zu geben.
Viel spannender ist es, sie selbst entdecken und mitentscheiden zu lassen.
Welches Obst soll morgen in die Brotdose? Welche alten Stifte funktionieren noch? Können wir die Schultüte selbst basteln? Gibt es einen sicheren Weg, gemeinsam mit Freunden zur Schule zu laufen?
So wird Nachhaltigkeit konkret und verständlich.
Auch viele Schulen beschäftigen sich inzwischen mit Umweltthemen. Schulgärten, Mülltrennung, Energiesparprojekte, gemeinsames Gärtnern oder Projekttage zu Natur und Klima können Kindern zeigen, dass sie ihre Umgebung selbst mitgestalten können.
Genau diese Erfahrung ist langfristig viel wertvoller als die Vorstellung, Nachhaltigkeit bestehe hauptsächlich darin, spezielle Produkte zu kaufen.
Nachhaltigkeit im Schulalltag weiterführen
Eine nachhaltige Einschulung ist nur der Anfang.
Wenn Brotdose und Trinkflasche täglich wiederverwendet werden, ein Schulranzen mehrere Jahre hält, Hefte aus Recyclingpapier verwendet und Materialien erst ersetzt werden, wenn sie wirklich aufgebraucht sind, summieren sich viele kleine Entscheidungen über die gesamte Schulzeit.
Dabei muss niemand alles perfekt machen.
Vielleicht lässt sich der Schulweg nicht ohne Auto organisieren. Vielleicht gibt es bestimmte Schulmaterialien nur in einer Variante. Vielleicht möchte das Kind unbedingt eine ganz bestimmte Schultüte.
Nachhaltigkeit bedeutet nicht, jede Entscheidung bis ins kleinste Detail zu optimieren. Viel wichtiger ist ein bewusster Umgang mit Ressourcen und die Frage: Brauchen wir das wirklich neu – und können wir es möglichst lange verwenden?
Genau diese Haltung kann die Einschulung zu einem schönen Start in eine umweltbewusstere Schulzeit machen.
Checkliste: Was kann jeder tun um nachhaltiger in der Schule zu sein
- Vorhandene Schulsachen weiterverwenden, solange sie noch funktionieren. Nicht jedes Schuljahr müssen Mäppchen, Lineal, Schere oder Sportbeutel neu gekauft werden.
- Schulmaterialien, Bücher oder Schulranzen wenn möglich gebraucht kaufen, tauschen oder weitergeben.
- Nur das kaufen, was tatsächlich benötigt wird. Am besten zunächst die Materialliste der Schule abwarten.
- Müll möglichst vermeiden und unvermeidbare Abfälle richtig trennen und entsorgen.
- Hefte, Blöcke und Schreibpapier möglichst aus 100 Prozent Recyclingpapier wählen. Eine gute Orientierung bietet der Blaue Engel.
- Papier vollständig nutzen, beidseitig beschreiben oder bedrucken und Fehldrucke als Schmierpapier weiterverwenden.
- Vorhandene Heftumschläge möglichst mehrere Jahre nutzen. Werden neue benötigt, können langlebige oder recyclingfähige Alternativen gewählt werden.
- Stifte möglichst vollständig aufbrauchen und bei Neuanschaffungen auf nachfüllbare und langlebige Schreibgeräte achten.
- Bei Blei- und Buntstiften können unlackierte Holzstifte eine einfache Alternative sein.
- Lineale, Spitzer, Scheren und andere Materialien möglichst lange verwenden, statt sie nur wegen eines vermeintlich nachhaltigeren Materials auszutauschen.
- Für normale Bastelarbeiten möglichst lösungsmittelfreien Klebstoff verwenden.
- Das Pausenbrot in einer wiederverwendbaren Brotdose statt in Alufolie, Frischhaltefolie oder Einwegbeuteln mitnehmen.
- Eine wiederbefüllbare Trinkflasche verwenden und sie möglichst viele Jahre nutzen. Eine bereits vorhandene funktionierende Flasche muss nicht durch eine neue ersetzt werden.
- Beim Pausenbrot möglichst häufig auf saisonale und regionale Lebensmittel setzen und auch pflanzliche Alternativen ausprobieren.
- Nur so viel Essen mitnehmen, wie tatsächlich benötigt wird. Bleibt regelmäßig etwas übrig, die Portionsgröße anpassen und geeignete Lebensmittel wieder mit nach Hause nehmen, statt sie wegzuwerfen.
- Ist der Schulweg sicher und die Entfernung geeignet, möglichst zu Fuß, mit Bus und Bahn oder später mit dem Fahrrad zur Schule kommen. Gerade bei jüngeren Kindern sollte der Schulweg vorher gemeinsam eingeübt werden.
- Mit anderen Familien können Laufgemeinschaften organisiert werden, damit Kinder gemeinsam zur Schule gehen können.
- Computer, Tablets, Beamer und andere Geräte ausschalten, wenn sie nicht benötigt werden, statt sie unnötig laufen zu lassen.
- Nicht jeden Zettel automatisch ausdrucken. Digitale Unterlagen können sinnvoll sein, wenn dadurch tatsächlich unnötige Ausdrucke vermieden werden.
- Druckerpatronen und Tonerkartuschen wenn möglich nachfüllen, wiederaufbereiten oder fachgerecht zurückgeben, statt sie über den Restmüll zu entsorgen.
- Schulbücher, Arbeitsmaterialien und andere Dinge pfleglich behandeln, damit sie möglichst lange genutzt oder später weitergegeben werden können.
- Bei Projekten, Ausflügen und Schulfesten ebenfalls auf Mehrweg, wenig Verpackung und wiederverwendbare Dekoration achten.
- Und vor allem: Nachhaltigkeit nicht als Wettbewerb verstehen. Viele kleine Gewohnheiten im Schulalltag sind langfristig wichtiger als ein perfekter „grüner“ Schulstart.
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Quellen:
- https://www.bund.net/bund-tipps/detail-tipps/tip/schadstofffrei-und-nachhaltig-in-die-schule-starten/
- https://www.bund-bawue.de/tipps/detail/tip/nachhaltig-ins-neue-schuljahr/
- https://www.greenstories.de/wissenswertes/einschulung-alles-fuer-einen-guten-schulstart
- https://www.wwf.de/junior/umwelt/nachhaltig-leben/schulstart
- https://utopia.de/ratgeber/geschenke-zur-einschulung-5-ideen-fuer-einen-nachhaltigen-schulstart_95587/
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